Eumo Tour

Inhaltsbereich: Der Beginn

Im Sommer 1998 lernten Monique und ich uns kennen und natürlich kamen die Gespräche auch schnell einmal auf Wünsche, Träume und Zukunftsvisionen . Dabei stellten wir fest, dass wir nicht gross mit dem, was wir wollten, auseinander lagen. Ich war bereits schon in meiner Jugend vom Bazillus „Reisen im eigenen Fahrzeug“ befallen worden, aber wie das so ist, durch 25 jähriges Engagement auf dem Gebiet der Kindererziehung und Familienernährung wurde eine Wiederholung meiner Reisen im VW-Bully stark verzögert. Monique war ebenfalls oft auf Reisen. Mal als „Normaltouri“, mal mit Zelt oder Wohnwagen, wobei Campingplätze früher eher ihr Zuhause waren. Bei ihr reifte der Gedanke an eine Weltreise ebenfalls schnell zum Wunsch. So wurde unser Projekt Weltreise geboren. Es folgten lange Diskussionen über wann, wohin, womit, wie finanzieren usw. usw. Zum Schluss stand unser Zehnjahresplan, da wir uns im Klaren waren, dass es in unserem Alter keinen zeitweisen, sondern nur einen kompletten Ausstieg (never come back Reise) geben konnte. D.h. finanziell müssen wir 5-7 Jahre bis zum normalen Pensionsalter über die Runden kommen. Keine Kohle kommt rein sondern es fliesst nur Bares ab. Es wurde also ein Sparplan entwickelt und ein Budget erstellt. Zweitwagen musste dran glauben, unnötige Anschaffungen gestrichen und im Internet recherchiert, was an Kosten auf uns zukommen könnte (musste bereits mehrfach revidiert werden). Danach stand fest, es ist möglich, mit der Einschränkung, dass ein Leben in der Schweiz nach einigen Jahren auf Reisen nicht mehr zu f inanzieren ist, da wir auch Geld aus der in der Schweiz obligatorischen Pensionskasse brauchen würden. Mit der normalen, vom Staat gezahlten Rente, die dann ja auch noch gekürzt wird, nagt man hier am Hungertuch, auch wenn die Ansprüche stark heruntergeschraubt werden. Also eine neue Wohnstatt suchen. Aber wo, wie teuer und überhaupt.... Fragen über Fragen und wieder Diskussionen und schlaflose Nächte. Nach Internet-Befragungen und Preisvergleichen (von Spanien bis Indien) und Abwägung der Randbedingungen (z.B. Flugpreise, Flugzeit nach Europa - wir haben ja zusammen vier Kinder) landeten wir in der Türkei und planten sofort eine Besichtigungstour entlang der türkischen Küste, um uns geeignete Objekte anzuschauen. Dann war da noch das Kapitel Fahrzeug.Die Spanne der Möglichkeiten ist ja hierbei schier unendlich, natürlich erst recht wenn man beginnt, sich darüber Gedanken zu machen. Und wieder Diskussionen, die darin endeten, dass wir ein Fahrzeug mit eigener Nasszelle und Toilette wollten. Wer einmal Montezumas Rache in einer indischen Grossstadt erlebt hat, kann diesen Wunsch verstehen. Gebrüder Buschtaxi und Landrover etc. fielen somit schon durch unser Sieb. Was darf es sonst sein? Normales Wohnmobil, ausgebauter Kastenwagen, doch wieder mein geliebter VW-Bully oder soll es ein LKW sein? Dazu die Fragen: „Wo fahren wir, wohin fahren wir, auf normalen Strassen, quer durch die Wüste?“, die natürlich die Entscheidung genau so beeinflussten. Da kam uns www.sandfloh.de zur Hilfe. Klaus-Peter, Erbauer und Besitzer des Sandfloh 2 wollte nach zwei Reisen zum Cap of Hope und weiter nach Australien sein Fahrzeug, einen Unimog 416, verkaufen. Da wir uns bereits auf diversen Internetseiten über die Preise von Expeditionsmobilen schlau gemacht hatten, war der Preis des Sandflohs für uns o.k. und nach der Beschreibung des Fahrzeugs für uns genau das Richtige. So machten wir uns nach Gilching bei München auf, um uns den Sandfloh anzuschauen. Es war Liebe auf den ersten Blick und kaum gesehen, schon gekauft. Am 28.08.2002 wurde Sandfloh 2 zu Eumo und rollte von nun an mit „BB“ statt „STA“ auf dem Kennzeichen über die Strassen.

Es folgten aufwändige Restaurationsarbeiten und am 16.12.2002 starteten wir gemeinsam zur ersten Tour, die uns bis an die Südküste der Türkei führte.
Im April/Mai 2004 bereisten wir ein zweites Mal die Türkei, um unser Domizil für die "Nachreisezeit" zu suchen. Wir wurden an der Westküste, genauer in Ayvalik (150km nördlich von Izmir, gegenüber der griechischen Insel Lesbos) fündig. Schönes Haus, 200m zum Strand, mitten in Olivenhainen, erschwinglicher Preis und niedrige laufende Kosten.

Herz, was willst du mehr? Und unser Problem "Nachreisezeit" war auch vom Tisch. Nun ist die Zeit der konkreten Planungen angebrochen, da wir im Jahr 2007 auf Achse sein wollen...... davon demnächst mehr.

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